Reisebericht

Abenteuer Seidenstrasse


Einleitung - Vorwort

Wenn mich Bekannte fragten, was ich dieses Jahr im Urlaub machen würde, und ich Ihnen sagte, dass ich mit dem Zug nach Hongkong fahre, ist die Reaktion fast immer die gleiche gewesen: Sie schüttelten mit dem Kopf und fragten, geht das denn überhaupt ? Nachdem ich sie aufgeklärt hatte, dass es sogar mehrere Routen gebe, und ich sogar die Qual der Wahl habe, erntete ich immer noch ungläubiges Kopfschütteln. Das ist doch viel zu unbequem, dauert viel zu lange und ist viel zu gefährlich, sind die Vorurteile, die dann zu hören sind. Ein Zeitgenosse meinte sogar, „den ganzen Tag im Zug, das ist eh viel zu langweilig“ ! In der Tat, eine Fahrt mit der Deutschen Bahn AG von Wickede nach Fröndenberg kann wirklich langweilig werden. In Deutschland mit dem Zug zu fahren ist wie „Fast food“, es muss alles schnell gehen, schnell rein in den Zug, schnell weiter mit dem Zug, schnell umsteigen, schnell wieder raus aus dem Zug. Wer in Deutschland in den Zug steigt, muss praktisch beim Einsteigen bereits auf die Uhr sehen, wann er Um- oder Aussteigen muss. Genau dies ist in Russland, Kasachstan oder China eben ganz anders. Dort fährt man nicht mal eben mit dem Zug von einer Stadt zur anderen. Denn fast alle Bahnreisen sind dort lang. Die Eisenbahn ist für mich immer schon das am besten geeignetste Verkehrsmittel überhaupt gewesen, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen. Bietet sie doch einerseits die Möglichkeit, Kontakte zu den Einheimischen zu knüpfen und dient sie andererseits in hervorragender Weise als Indikator für den gesellschaftlichen Zustand eines Staates.

Also auf gehts, steigen Sie ein, fahren Sie mit im Zug von Deutschland über die Seidenstrasse nach Hongkong!


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